Clevere Selbstverteidigung für Kinder

Letztes

Die Methode

CLEVER KIDS DEFENCE

Intelligentes Training  für Grundschulkinder

Clever Kids Defence („Cleks- Defence“) ist ein eigens für die Bedürfnisse von Kindern kreiertes Sicherheits-, Körper- und Sinnestraining.


Egal ob auf dem (Schul-) Weg, auf dem Spielplatz, beim Einkaufen oder Radfahren sind Kinder unseren zivilisationsbedingten Gefahren ausgesetzt. Leider kommt es auch trotz guter Aufklärung immer wieder zu Fällen, bei denen ein Kind sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen kann oder einfach mit dem Gefühl der Bedrohung nicht konsequent umzugehen gelernt hat. Kinder haben zumeist den Erwachsenen Folge zu leisten und haben es demnach viel schwerer, ihrer Intuition zu trauen.
Andererseits sind nachweislich fast alle kleineren Kinder schon vor dem Schulalter nicht mehr in der Lage, ihre natürliche Körperhaltung unbewusst zu bewahren. Sie weisen bereits Auffälligkeiten auf, die sich im Gangbild, beim Stehen und beim Sitzen deutlich bemerkbar machen und sich durch Modelllernen und falsche Bewegung spätestens nach der Einschulung manifestieren. Spätere gesundheitliche Probleme oder Schädigungen des Bewegungsapparates sind davon meist die Folge, die nicht selten in chronischen Beschwerden münden.

Clever Kids Defence verbindet die Fähigkeiten, sich wieder der Anatomie entsprechend entwicklungsgerecht zu bewegen und sich ebenso intuitiv gegen eventuelle Gefahren des Alltags, die durch andere Menschen entstehen, in Sicherheit zu bringen.

Kinder lernen:

· kluges Verhalten in unklaren oder gefährlichen Situationen (erhöhte Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen, Schlagfertigkeit, Gefahrenbewusstsein)
· entwicklungsgerechte Verbesserung der Beweglichkeit, Kraft und Haltung (in alltäglichen Situationen)
· der Anatomie entsprechendes Stehen, Sitzen, Gehen, Laufen, Fallen
· angemessenen Umgang mit der eigenen Kraft und Alternativen bei Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen, Vermeidung von Eskalation
· viele Kniffe und Tricks zum eigenen Schutz
· sozialen Umgang miteinander in der Gruppe

Mentor: Stefan Heisel
· Seit 18 Jahren Unterrichtserfahrung
· Professionelles Bodycoaching und Handling (Bodymotic)
· Kampfkunstlehrer
· Körpertherapeut
· Founder of Clever Kids Defence
· Examinierter Sonderpädagoge

Mentor Stefan Heisel

Wer kann noch Purzelbaum schlagen?

… In ihrem wunderschönen Buch über die „Kinder von Bullerbü“ beschreibt Astrid Lindgren, wie die Bauernkinder ausgelassen umhertoben. Sie gehen „nur zum Spaß“ auf dem Zaun anstatt nebenher, oder lassen sich die Bergwiese hinunterrollen anstatt den Weg nebendran zu benutzen. Kinder- und Jugendmediziner hätten wohl ihre Freude, wenn sich auch unsere Kinder in Deutschland so verhalten könnten. Aber leider ist das Gegenteil der Fall: 12 Prozent der Vorschulkinder, also ungefähr jedes achte Kind zwischen fünf und sechs Jahren, können noch nicht einmal auf einem Bein stehen und hüpfen, besagt eine bayerische Studie vom Institut für soziale Pädiatrie und Jugendmedizin. Und länger als eine halbe Minute schafft den Einbeinstand nur noch die Hälfte der Kinder. Experten alarmieren vielerorts, dass die Schulkinder große Bewegungsschwächen haben. Vor allem seien sie körperlich ungeschickt.

Alarmierend ist das deswegen, weil daraus langfristig chronische Krankheiten und Haltungsschäden resultieren können. Denn die Kinder, die körperlich ungeschickt sind, bewegen sich automatisch weniger, da sie sich vor den anderen genieren. Durch den Bewegungsmangel kommen die ersten Pfunde hinzu, das Genieren wird dadurch nicht weniger. Dies stellt die Weichen für eine Fettsucht schon im Kindesalter, woraus sich dann auch der Typ-2-Diabetes bildet, – früher als Altersdiabetes bezeichnet. Und wenn der Bewegungsapparat nicht regelmäßig trainiert wird, bildet sich die Muskulatur nicht richtig aus. Die Muskeln werden von Bindegewebe durchsetzt und können ihre Funktion als Halte- und Stützapparat immer schlechter wahrnehmen. Daraus resultieren dann Haltungsschäden und sogar Gelenkverschleiß im Kindesalter.

Schlimm ist dies auch deshalb, weil eine früh angelegte körperliche Ungeschicklichkeit in späteren Jahren kaum ausgeglichen werden kann. Die Grundformen der sportlichen Bewegungsabläufe wie Laufen oder Rennen, Klettern, Springen, Balancieren, Fangen und Werfen entwickeln sich im Wesentlichen in der Zeit vom zweiten bis zum sechsten Lebensjahr. In den folgenden Jahren werden sie verfeinert, flüssiger, eleganter und besser aufeinander abgestimmt. Also koordinierter. In Bezug auf die Koordination gilt uneingeschränkt, was schon der Volksmund sagt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Zunehmend wird auch anerkannt, dass die Bewegung nicht nur für die Gesundheit und die körperliche Entwicklung wichtig ist, sondern für die gesamte Entwicklung des jungen Menschen. Aus der Hirnforschung weiß man, dass nur wer sich aktiv bewegt, auch seine Fähigkeiten des räumlichen Sehens und der Orientierung herausbildet. Wenn sich die Kinder viel bewegen, müssen sie sich auch stärker mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Dies erweitert ihren Lebensraum, ihr soziales Umfeld und damit auch ihre Lebenserfahrung.

Also, was tun mit den Kindern, um ihnen all die schlimmen Defizite zu ersparen und sie bestmöglich zu fördern? Die Antwort ist ganz einfach und eindeutig, und geht auch aus der o.g. bayrischen Studie hervor: Wenn die Kinder täglich eineinhalb Stunden draußen herumtollen, sind sie vor Bewegungsmängeln geschützt! Der Sportverein verbessert zusätzlich gezielt bestimmte Bewegungen, bringt aber nicht diesen Entwicklungsschub auf der ganzen Ebene, also sowohl körperlich als auch geistig.

Aber wie soll man das erreichen, Kinder so lange draußen zu lassen, damit sie sich so richtig austoben können? Vor allem in der Stadt ist das problematisch. Wichtig ist es, die vorhandenen Spielplätze und Parks zu nutzen und mit den Kindern täglich dorthin zu gehen, auch bei Regen. Dann sollten sich Mütter und Väter allerdings nicht nur auf die Parkbank setzen und die 1,5 Stunden abwarten, sondern den Kindern auch Anregungen und Anleitungen geben, vor allem in den ersten sechs Jahren. Nehmen Sie Spielgeräte mit, wie einen Ball, einen Hula Hupp Reifen oder ein Sprungseil. Spielen Sie mit. Helfen Sie den Kindern auch, wenn sie auf die Wippe wollen, oder schupsen Sie sie beim Schaukeln an. Wenn es einen Baum zum Klettern gibt, umso besser. Helfen Sie Ihrem Kind anfangs. Informieren Sie sich über neue zeitgemäße Spielgeräte, wie Zeitlupenbälle aus Schaumstoff oder Pedalos, eine Art Laufrad aus Holz. Und schließlich: Denken Sie nicht nur in der Kategorie Sicherheit. Wenn Kinder dabei einmal hinfallen, tut das zwar weh, sie lernen aber auch, Gefahren wahrzunehmen und ihre Fähigkeiten einzuschätzen. Ernsthafte Gefahrenquellen müssen Sie natürlich ausschalten.

Sie finden diesen Text auf der Homepage der LZG unter www.lzg-rlp.de. Unsere Adresse: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Karmeliterplatz 3, 55116 Mainz, Telefon 06131/2069-0.

WICHTIG:

Erlernen Sie und/ oder ihr Kind, sich so zu bewegen, wie der menschliche Körper es zu seiner Gesundheit normalerweise automatisch tut.

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